Schneeschuhwandern, Tourenskigehen und Rodeln in Südtirol
Südtirol ist jedes Jahr von Ende November bis Mitte April ein Paradies für zahlreiche Wintersportbegeisterte. Die Region begeistert mit hohen Bergketten, weitläufigen Skigebieten und einer sagenhaften Natur. Die Wintersaison beschert jedes Jahr reichlich Schnee. Für jede Anforderung und für jede Sportart stellt die Natur atemberaubende Plätze bereit. Individuelle Wintersportangebote für Groß und Klein, Könner und Anfänger- zeichnen Südtirol aus. Wintersportler können einer Breite an Aktivitäten nachgehen. So sind Schneeschuhwandern, Tourenskigehen und Eisklettern beliebte Alternativen zum herkömmlichen Skilaufen.
Diese Sportarten halten den Körper auch in der kalten Jahreszeit fit.
Schweiß, eisige Kälte und glühende Sonne bilden mit den wunderschönen, weiten Landschaften einen einzigartiges Erlebnis.
Schneeschuhwandern in Südtirol
Im Schnee, insbesondere im Tiefschnee, sorgt der kurze, breite Schneeschuh für unbeschwerte Spaziergänge. Ohne einen Schneeschuh würde man problemlos einsacken.
Wichtig ist, eine Schneeschuhtour gründlich, unter Berücksichtigung der körperlichen Verfassung aller Beteiligten, zu planen. Der Schneeschuh sollte auf die geplante Tour abgestimmt sein.
Für unterschiedliche Vorhaben und Anforderungen gibt es unterschiedliche Arten von einem Schneeschuh. Es ist also zu berücksichtigen, ob viele Steigungen, oder besonders viel Tiefschnee die Route auszeichnen.
Neben dem Schneeschuh gibt es noch weitere Utensilien auf die man bei einer Wanderung nicht verzichten sollte. Darunter zählt der Wegproviant.
Kommt man auf langen Touren durch ruhige Gebiete ohne Gastronomie,
ist es wichtig seinen Wasser- und Nährstoffhaushalt regelmäßig zu versorgen. Auch bei kurzen Wanderungen sollte darauf nicht verzichtet werden, denn es kann immer was dazwischen kommen.
Zudem sollten Schneeschuhwanderer ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), eine robuste Lawinenschaufel und eine Lawinensonde mitführen, um in Notfällen ausreichend gesichert zu sein.
Des Weiteren sind ein erste Hilfe-Set, ein Handy und eine Rettungsdecke empfehlenswert. Wasserdichte Kleidung eine Sonnenbrille und Sonnencreme sind unverzichtbare Wegbegleiter.
Die Natur ist einzigartig und muss bewahrt bleiben. Also ist es wichtig, den Naturschutz zu beachten und lawinengefährdete Regionen zu meiden. Ebenso ist das Beachten von Zutritt-Verboten wichtig.
Jede Tour sollte bei Erschöpfung oder Lawinengefahr abgebrochen werden, um die Gesundheit zu schützen. Ist das Wetter schon vor einer Wanderung schlecht, sollte man das Vorhaben verschieben.
Als Anfänger gibt es Angebote von geführten Wanderungen. Von einsamen und abgelegenen Routen sollte in solchen Fällen Abstand genommen werden!
Orte zum Schneeschuhwandern
Beliebte Orte für Schneeschuhwanderungen in Südtirol sind das Eisacktal, die Dolomiten und besonders der Campille-Berg. Das Eisacktal liegt wird größtenteils von Wanderern auf Schneeschuh-wanderern besucht. In der Hochsaison kann es dadurch auch häufiger überfüllt sein.
Die Dolomiten, oder auch bleiche Berge genannt, begeistern mit ihren bizarren Felsformationen. Hier werden auch geführte Schneeschuh Touren angeboten.
Der Campille Berg ist für trainierte Wintrer Wanderer. Der Aufstieg ist mit 800 Höhenmetern anstrengend - man könnte sagen eine echte Herausforderung, mit guter Fitness, ist dieser Berg ein absolutes Highlight.
Der Blick, der einen nach dem quälenden Aufstieg erwartet, ist auf die imposanten Dolomiten gerichtet. Bei dieser Augenweide ist die Anstrengung schnell wieder vergessen.
Für weniger trainierte Fans vom Schneeschuh ist die Route Karersee nach Obereggen ein echter Tipp. Eine leichte Tour mit wenigen Höhenmetern und einer Dauer von circa 2.5 Stunden, ist auch für ältere Generationen sehr reizvoll.
Lawinengefahr
Um Lawinengefahren zu erkennen, muss man sich mit den Beschaffenheiten der bergigen Schönheit auskennen. Ist das nicht der Fall, sollte immer ein erfahrener Bergführer einer Gruppe angehören.
Wie bei allen Wintersportarten sind die Hinweisschilder zu beachten, um sich und andere Menschen nicht zu gefährden.
Eine Tour sollte immer vorher, unter Berücksichtigung der körperlichen Verfassung aller Beteiligten, und nach der aktuellen Wetterlage sowie der Lawinenlage in Südtirol geplant werden.
Auch beim Tourenskigehen muss eine Lawinenausrüstung mit an Bord sein (Ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), eine stabile Lawinenschaufel & eine Lawinensonde),
sowie ein erste Hilfe-Set und ein Handy. Die Kleidung muss Wasser-, winddicht und warm sein, und sollte mehrere Lagen haben.
Hat man die Ausrüstung kontrolliert und alles Wichtige im Gepäck, kann man die Grenzen des eigenen Körpers, in der wunderschönen Natur von Südtirol, kennenlernen.
Eisklettern
Eines der wohl interessantesten Gebiete für Fans vom Eisklettern, ist wohl das der Eiskletterweltmeisterschaft in Rabenstein.
Weitere beliebte Regionen für das Eisklettern sind Rhein in Taufers und das Hinterpasseir (Stulser- und Innerhütter Wasserfälle). Hier warten eisige Wasserfälle und künstliche Eistürme auf unvergesslichen Nervenkitzel.
Die Saison ist dabei immer sehr unterschiedlich und richtet sich meist ausschließlich nach den Gegebenheiten der Natur. Internetseiten einzelner Eiskletteranlagen berichten regelmäßig über den Zustand ihrer Kletterparadiese. Die Öffnungszeiten können ebenso variieren und sind den Seiten der Veranstalter zu entnehmen. Da der Eisturm in Rabenstein künstlich angelegt ist, können Fans vom Eisklettern hier besser planen, als in der freien Natur. Sonntags kann dort ab 14 Uhr, dienstags und freitags ab 19 Uhr geklettert werden.
Anfänger sollten diese Sportart in einem Kletterpark beginnen. Diese Sportart birgt durchaus einige Gefahren, die Laien nicht einschätzen oder abwenden können. Der Eisturm in Rabenstein bietet verschiedene Routen und verschieden Schwierigkeitsgrade an. Da kann jeder Laie Eisklettern lernen und Fortgeschrittene und Profis können trainieren.
Wie beim herkömmlichen Klettern sollte auch bei Eisklettern auf einsame "Single-Trips" verzichtet werden.
Grundsätzlich zu beachten ist, dass jeder, zu jeder Zeit gesichert ist. Das Zwischensichern schützt vor Abstürzen. Aber trotzdem muss immer so vorsichtig geklettert werden, als wäre man nicht gesichert. Jeder Ausrutscher kann sehr gefährlich werden.
Die mitgeführte Ausrüstung kann bei unsachgemäßem Gebrauch gefährlich werden. Eispickel und lange Schrauben müssen somit gut geschützt verpackt sein, um sie nicht als Waffe zu erfahren.
Die nötige Ausrüstung ist in jedem geführten Eiskletterparadies zu leihen. Anfänger sollten von vereisten Wasserfällen und Felsformationen Abstand nehmen und in einem Eiskletterpark wertvolles, theoretisches und praktisches Wissen lernen.